Verbreitung des Kaffees

Zunächst gelangte der Kaffee, wahrscheinlich durch Sklavenhändler, im 14. Jahrhundert nach Arabien. Doch erst etwa hundert Jahre später ist es dann soweit: der Kaffee wird geröstet, gemahlen und mit Wasser aufgekocht. Schnell findet das belebende Getränk viele Freunde, und in Mekka und Medina entstehen Anfang des 16. Jahrhunderts erste Kaffeehäuser. Doch schon damals wurde über Sinn und Schädlichkeit des Kaffeegenusses diskutiert, was dazu führte, dass eine kurze Zeit lang der Kaffeegenuss verboten wurde und die Kaffeehäuser geschlossen wurden. Doch lange konnte das Verbot nicht aufrechterhalten werden, wahrscheinlich waren die meisten Machthaber selbst schon längst dem Kaffeegenuss verfallen - und so wurde die Schließung bald wieder aufgehoben. Der Verbreitung des Kaffees in der arabischen Welt stand nun nichts mehr im Wege. Der Kaffee erreichte Kairo, Syrien und Jemen. Pilger aus Mekka verbreiteten die Kunde über das köstliche Getränk, und die jemenitische Hafenstadt Mocha, auch Mokka genannt, entwickelte sich zum Handelszentrum für Kaffee.

Die Türken, welche 1517 große Teile der arabischen Welt eroberten, verbreiteten den Kaffee weiter im gesamten osmanischen Reich. So wird dann auch 1554 in Konstantinopel das erste Kaffeehaus auf europäischem Boden eröffnet. Auch hier kam es immer wieder zu Kaffeeverboten und teilweise sogar zu Verfolgungen von Kaffeetrinkern. Erst 1839 ist das Getränk in der islamischen Welt vollständig legalisiert.